Kontrastprogramm in Aroue | Ausruhen vor dem Finale | Untergang

13:30 so etwas trostloses wie diese GÎte,habe ich noch nicht gesehen. Der Eingang ist wie eine offene Doppelgarage, mit Tischen, Bänken darin und älteren Zeitschriften. Es gibt hier nichts zu tun. Nach dem Duschen döse ich auf meinem Bett und höre ein wenig Musik. Ich breite hier meine Sachen aus, das ist immer wieder eine herrliche Angelegenheit. Beine langgemacht, Rücken zurückgelehnt und Augen geschlossen. Eine gute Stunde liege ich hier so, meine Füße brauchen Pause. An jedem Zeh ist eine Blase und sie fühlen sich sehr heiß an. Bin heute erschöpft, aber das erlaube ich mir auch. Wünsche mir, dass ich die Berge guter Dinge und in guter Verfassung erreichen und überqueren kann.
Draußen weht ein kleiner Wind, und meine Wäsche hängt und weiß nichts anderes.
Die Sonne kommt raus, ein Tässchen Tee gesellt sich dazu, was will ich mehr. Chill-out-time! Wenn ich wieder aufstehe, werde ich mir auch noch Musik auf die Ohren packen. Herrlich. Bleibe, bis die Sonne geht. Ich habe diesen stillen, von Vogelgezwitscher und Musik begleiteten Abend an meiner Seite. Gedanken, die ausreiten. Dieser Ausblick in the middle of nowhere, ab und zu ein paar Autos, die auf der Durchgangsstraße schnell das Weite suchen. Ob meine Füße bis zum Schluss durchhalten? Ich nehme mir viele Pausen vor. So viel Zeit muss sein. Ich freue mich über meine frisch gewaschenen Handtücher, was für ein Luxus! Halte nun den Gipfel dieses Tages am Ende des Stiftes mit Tinte fest. Festhalten oder Loslassen, das weiß ich nicht so genau. Was ich in die Worte gebogen habe, kann ich anschauen, begreifen und abgeben. Hallo Fliege.