kleines Intermezzo | wieder alles gut| Ankunft

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Um 4:45 auf, die Schmerzen sind weg, aber ich bin aus dem Tritt, bin besorgt. WELCHER IST MEIN WEG? Ich gehe ins Dunkel hinein und tappe dort auch tatsächlich wieder ein wenig. Wind, Wolken, Regen? Am See mache ich Halt und lausche den Froschgesprächen. WELCHER IST MEIN WEG?
Ich taste mich von Markierung zu Markierung, die ich natürlich wieder nicht leicht erkennen kann. Um 8:05 ein Pause. Von Schmerzen keine Spur, ich bin locker und fit. Wolkenverhangener Himmel. Versprechen. Einige Tropfen. Ich ziehe meinem Rucksack das Verhüterli über und bin ganz guter Dinge. Ich liebe diesen Tag. Ich bin leicht und froh. Ich glaube jetzt wieder, dass ich die Pyrenäen doch überqueren kann.
Ja, ich komme! Als die Tropfen dicker und fester werden, gehe ich in einen Schuppen und schlüpfe in meine Schutzkleidung. Herrlich. Ich liebe Regen. An der nächsten Kirche ziehe ich schon wieder alles aus. Kurzer Spaß! Psaume 68: Pauvres qui cherchez Dieu, vous trouverez la vie!

Nach der Dusche mache mir einen Tee und bin wieder draußen in meinem Abspann. Köstliche Momente des Friedens. Diese Zeit nach dem Ankommen, die Randnotizen des Pilgerns, bilden für mich die eigentliche Rahmenhandlung. Die Wäsche weht unweit von meinem Mittagsplätzchen, Fahrräder stehen zum Radeln bereit und das Beste: diese Unterkunft habe ich nicht reserviert!