ultreia! | Beweisführung | für mich gemacht

Also, um 4 Uhr wache ich auf. Im achteckigen Schlafsaal sind Betten sternförmig angeordnet. Es sind vielleicht noch weitere 6 Pilger mit mir hier. Andere haben sich in Doppelzimmer verkrümelt. Ich nehme mir vor, heute nicht zu reservieren. Ich möchte einfach in den Tag hinein laufen.
Ich erinnere die trockene Erde, die riesigen Sprinkleranlagen, die immer wieder einen kleinen feuchten Gruß schickten. Ich erinnere mich an meine Zufriedenheit. Es war ein guter Tag. Ein einsamer Tag in dem Sinn, dass ich allein unterwegs war. Was anderes habe ich zumindest nicht notiert und kommt mir auch nicht in den Sinn. Ich fühlte mich aufgehoben. Es war eine Strecke, wie aus einem Western: ewig lange Bahnschienen und immer stramm gen Westen. Ich hockte mich an einen schattigen Platz, erfrischte mich am Gießwasser, das aus Rohren lief. Wahrscheinlich aß ich ein wenig Obst oder ich hatte noch ein Brot. Trank und schloss die Augen. Dann war ich wieder auf dem Weg, erfrischt und weniger durstig.