Auf dem Weg nach Eauze | eintauchen | Aufbruch

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Ich streife Johannes mit seinem Alphorn. Wieder eine neue Nuance auf diesem Weg. Hier an der letzten Wasserstelle vor Eauze, fülle ich meinen Behälter und lasse die Klänge in der Luft hinter mir. Ich mag den Weg nicht mit in die Luft geworfenen Lauten beschweren. Ich schweige und gehe vorbei. Es ist ein Schlendern. Am Eingang zu der Herberge, in der Konstanze und Olivier übernachten, hinterlasse ich einen Gruß und mach mich vom Acker. Dann entdecke ich den Selbstauslöser an der Kamera. Klasse. Und der Weg schlängelt sich entlang einer alten Bahnstrecke dahin.
Eauze ist eine schöne alte Stadt, aber ziemlich heruntergekommen, wenn man sich von der Kirche und dem Dorfzentrum entfernt. Ich muss den Weg zur Unterkunft erfragen, nachdem ich einige Momente in der kühlen Kirche verweilt habe. Das Licht und die Farben der Fenster, immer anders in jeder Kirche, sind andere Zeugnisse vom Glauben, von der Suche, vom Heil und Frieden, vom Kampf und der Versuchung. Alles Filme mit Überlänge.
Es gibt ein wunderbares Abendessen, und Johannes lässt mich gar nicht mehr aus seinen Fittichen. Ich schlafe diese Nacht richtig gut, wache aber mit einem ausgeschlafenen Muskelkater im rechten Bein auf. Um 5:30 Uhr sitze ich mit meinem Tee in der Stube und lasse mir viel Zeit, weil es nur eine kurze Etappe ist. Meine ersten Schritte in den Tag lasse ich von einem wertvollem Wolkenspiel begleiten (die haben bestimmt öfter geprobt).

Ich möchte in der Zeit bleiben. Und Gewissheit. Der Weg ist geebnet. Ich bin mir nah und gewiss. Und habe Heimweh.
Sorge, dass ich irgendwann aus dem Netz der Zeit falle und aus dem Raum nach hinten rüberkippe.

Das Ende schreitet jeden Meter mit. Es ist immer schon vor mir da. Ich verliere es nicht aus den Augen, nicht auf dieser Reise. Das Ende ist wie das Ticken einer Uhr, tock, tock, Schritt für Schritt auf St. Jean zu, wo meine Reise zu Ende sein wird. Dann kehrt marsch und ab nach...? Wer weiß das schon, ich weiß es noch nicht.