Abendzeit | über die Causses nach Cahors | ein Stein zum anderen

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Ich nehme wieder Fragen mit über den Grund, der sich heute sehr zügig unter mir bewegt. In 1.15 Stunden lege ich 7 Kilometer zurück. Beruhigung, alles ist im Fluss. Wenn ich rede, ist mein Bein nicht wichtig. Ich denke an den gestrigen Tag, der mich dermaßen aus der Fassung gebracht hat. Ich war am Rande des Machbaren, die letzten Kilometer waren nur noch ein Dahinschleppen. Heute habe ich den Abstand der Nacht in meinen Zellen, das versöhnende Dunkel, in das ich für Stunden getaucht war.
In Cahors sauge ich die Stadtluft und den Lärm, schlängle mich zwischen Autos und Menschen hindurch. Ich liebe das jetzt. Ich liebe die Sonne, die mir einen wunderschönen, von Wärme getragenen Tagesausklang beschert. Ab Morgen werde ich wieder Mutterseelen allein wandern. Ein wenig Abschied, ein Bisschen Freude. Schon das kurze warten auf den Anderen, die feinen Abstimmungen, mag ich auf diesem Weg nicht haben. Das ist mein Weg.

Nach dem Essen zieht es mich wie immer in die Landschaft. Wenn die Etappe geschafft, der Rucksack von den Schultern, das Bett gerichtet und der Tag beschlossen werden kann. Die Netze der Gedanken, die ich beim Gehen auswerfe, werden unterwegs immer weiter ins offene Meer der unausgesprochenen Worte hinaus getrieben. Ich kann sie hier nicht mehr nicht einholen. Sie bleiben weit draußen, von meiner Landzunge aus unerreichbar.