Übern Berg | ... | Ziel?

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Um 7 Uhr verlasse ich mit Hahnengeschrei und Glockengeleit das Haus. Es ist eine wahre Herde Pilger unterwegs, aber das stört mich nicht. Ich habe gut geschlafen. Ich kämpfe mich erst die Straßen hinauf, dann den Weg durch Farne, die hier dicht an dicht wachsen. Es ist bedeckt und wolkenverhangen, keine Aussicht. An der Auberge reißt die Sonne eine Kluft in die Wolken. Ich trinke einen kurzen Kaffee und bin ohne Worte glücklich. Es ist die unbeschreibbar schönste Etappe, es ist das Auslaufen, das bedingungslose geschmeidige Aneinanderreihen von Schritten und Rhythmus; rechts, links, rechts, links. Es ist die Sonne, die jetzt ihren Platz hat. Diesen Platz werde ich von hier mitnehmen. Mit nach Hause, wo ich ihn heimsuchen werde.
Ich wandere auf samtiger Oberfläche, auf einem Plüsch aus Grün. Ich wandere entlang einem warmen Windhauch, der über die Kuppe weht.

Ich wandere und bin, und schaue und bin. Ich betrachte die Fotos von unterwegs und möchte wissen, ob man erkennt, was das Pilgern mit mir angestellt hat. Können die Fotos eine Ahnung vermitteln? Bin ich sichtbar anders nach diesen 18 Tagen? Um 10:15 Uhr mache ich eine längere Pause. Ausstrecken.