Perspektivwechsel| ich liebe das | der erste Tag schon um

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Ich treffe auf Conny, mit der ich einige Kilometer laufen werde. Sie ist schon am Ende ihrer Reise und legt ein unglaubliches Tempo hin. Für mich sehr anstrengend. Am Abend belohnen wir uns mit Blumenkohl und Blauschimmelkäse.
Um 5:30 nach einer unruhigen Nacht mit viel Partylärm, einer Straßenbeleuchtung, die das Zimmer erhellt und einem Mitschläfer, der es offensichtlich mit der Körperhygiene nicht so genau nimmt, bin ich auf und tummle mich mit vielen wachen Wanderern auf den Gängen. Ein Honigbrot für mich zum Start!
Ich bin mit anderen Pilgern auf dem Weg, die ich aber bei dem steilen Anstieg hinter mir lassen kann. Nach 2 Stunden mache ich eine schnelle Pfirsichpause und stelle fest, das diese Zeit keine Zeit fürs Pläne machen ist.

Unterwegs ist das gesummte Gefühl, die Melodie, die ich noch nicht kenne. Die Stimmung, für die ich noch kein Archiv habe. Unterwegs ist der Camembert, der in meinem Rucksack reift. Unterwegs ist die Hitze, die den Brand löscht. Unterwegs ist Fährtenlegen und Spurenlesen, ist Verwirrung und Verirrung. Unterwegs ist Pläne machen und wieder verwerfen, sind die schweren Schuhe, die ich mir ans Bein binden musste, sind Steine und Asphalt. Unterwegs ist der verlorene Boden unter den Füßen.